Julia Schaar sagt : Herzlich Willkommen!
Wieviel Kälte verträgt ein Mensch?
Wieviel Kälte verträgt ein Mensch?
Eine eisige Kälte hält uns im Würgegriff. 280 Menschen sind seit dem Wintereinbruch in Euroa erfroren. Kärntner Zeitungen berichten von Familien, die sich bei minus 13 Grad keine Heinzung und kein warmes Wasser leisten können. Die meisten von uns lesen die Geschichten dieser Schicksale, während sie eine wärmende Tasse Tee in der Hand haben und möglichst rasch und beschämt umblätteren. Ich übrigens auch. Und dennoch machen uns die eisigen Temperaturen darauf aufmerksam, wie stark Ignoranz und soziale Kälte auch im 21. Jahrhundert noch unseren Alltag bestimmen.
Was assoziieren Sie mit Kälte?
Die endlosen Weiten des russischen Winters von Doktor Zhivago, die Schauplatz für eine der romantischsten Liebesgeschichten überhaupt waren? Frühmorgentliches Ärgernis, weil man nach 15minütigem Autofreischaufeln bemerken muss, dass der Motor dank der Minustemperaturen wieder mal W.O. gibt? Überheizte Räume, die trockene Luft produzieren und das Arbeiten im Büro, neben dem ohnehin schon frostigen Betriebsklima nicht unbedingt erleichtern? Hüttengaudi, Pistenspaß, Schneespaziergänge und Glühweinstandln?
Oder assoziieren Sie mit Kälte die Tatsache, dass es auch im 21. Jahrhundert noch Menschen gibt, denen niemand Unterkunft gewährt? Die sogar in Österreich, dem 7. Land der Erde, auf die Gunst der ÖBB angewiesen sind, welche in diesen frostigen Tagen ihre Wartehallen für jene öffnet, die am Rande der Gesellschaft stehen. (weiter...)
Runaway bride!?

Runaway bride!
Wie heißt es so schön – Wer Veränderung will, muss zu aller erst mal bei sich selbst beginnen. Klingt doch logisch, oder? Warum ist der Mensch aber dennoch viel zu oft ein Fluchttier? Warum stehen wir oft vor Weggabelungen des Lebens und rennen dennoch wissentlich in die falsche Richtung. Warum sind wir wahre Meister in der Selbstsabotage und praktizieren bei wichtigen Dingen im Leben viel lieber die „Weg von“ als „Hin zu“ Strategie?
Princess A
Es war einmal eine Prinzessin, die in einer alten verlotterten kalten Burg aus Stein lebte. Ihren Alltag verbrachte sie damit, in panischer Angst täglich darauf zu achten, dass bloß kein Stein aus einer der massiven Burgmauern herausbrach. Ihre größte Angst war es, dass diese schützenden Burgmauern einstürzen könnten und sie plötzlich jenem Menschen gegenüber stehen würde, der seit geraumer Zeit auf der anderen Seite des Burggrabens stand und dort wartete. (weiter...)
Ein Märchen zur politischen Ehrlichkeit
Ein Märchen zur politischen Ehrlichkeit
oder
Wie es dazu kam, dass Herr Vergangenheit, Herr Realität und Fräulein Zukunft die Ehrlichkeitspartei gründeten.
Die Vergangenheit war ein alter Mann. Dort, wo früher einmal kräftiges schwarzes Haar über seine Schläfen viel, konnte man heute nur noch den Ansatz von ein paar weißen Härchen erkennen, die er aber jeden Morgen liebevoll über seine Glatze kämmte. Früher war er ja einmal ein fescher junger Mann gewesen. Mein Gott, waren das noch Zeiten dachte sich Herr Vergangenheit. An meinen Lippen sind sie gehangen die jungen Dinger. Zugejubelt haben sie mir. Alle hätte ich sie haben können, lachte er verschmitzt und ließ in Gedanken das Bild von sich revue passieren ...





